14.08.2016

Stellungnahme der Grünen Stadtratsfraktion zur GSG

Pressemitteilung der Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Die GSG ist als eine direkte Tochter der Stadt Neuwied vielen Wandlungen ausgesetzt. Hatte erst der Wohnungsbau Priorität, war es später die Bestandserhaltung und die energetische Sanierung des Wohnungsangebots, auf das die Schwerpunkte gesetzt wurden. Ein kurzer Ausflug in das Angebot des Seniorenwohnens und der umfängliche Neubau von Kindertagesstätten für die Stadt Neuwied, prägen die jüngere Vergangenheit der GSG.

Immer aber war der Schwerpunk gemäß der Satzung und Präambel der Gesellschaft drauf gerichtet, ein ausreichendes Wohnungsangebot  für die Menschen der Stadt in Neuwied zu ermöglichen, die mit mittleren oder geringen Einkommen auskommen müssen oder im Bezug von Transferleistungen sind.

Um die Stadt Neuwied vor zu großen Sozialausgaben zu schützen, achtet die GSG schon seit langem darauf, Menschen ohne ausreichendes, eigenes Einkommen nur mit einem besonderen Grund  den Zuzug in eine Wohnung  der GSG zu gestatten. Regine Wilke bis 2014 Mitglied im Aufsichtsrat und heute Inge Rockenfeller halben dies ausgrenzende Vorgehen immer wieder hinterfragt.

Die Vorstellungen der großen schwarzen Partei gehen weit darüber hinaus und zeigen einmal wieder, wie weit weg sie trotz des C in ihrem Namen von der Realität ist. Gerade bezahlbarer Wohnraum ist in Neuwied knapp. Gleich ob für Alleinerziehende, größere Familien oder Bezieher von Aufstockungsleistungen, angemessenen Wohnraum zu finden gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Hier ist die GSG gefragt, mit einem klaren, in die Zukunft ausgerichteten Konzept.

Wolfgang Rahn stellt klar: „Sicherlich braucht Neuwied bei der Ausrichtung der Zukunftsperspektiven auch Wohnraum der hochwertig ist, aber das können wir den kommerziellen Anbietern überlassen, wie die geplanten Neubauprojekte nachdrücklich beweisen.“

Dem schließt sich Regine Wilke an: “Die Aufgabe der GSG ist es attraktiven Wohnraum zu sozial angemessenen Preisen zu schaffen.“

Für die Grünen ist es unverzichtbar, dass sich die GSG auch in Zukunft intensiv um die Menschen kümmert, die  auf dem freien Markt als Zielgruppe für Investoren eher nicht in Frage kommen.

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, braucht die GSG – nach dem Ausscheiden des jetzigen Geschäftsführers – einen neuen freidenkenden Kopf, der neben Visionen und Können im Bauwesen auch  Kompetenzen in Personalführung aufweisen kann. Dass die GSG bauen kann, haben die Mitarbeitenden in den letzten Jahrzehnten ausreichend bewiesen, neu musst das zielgerichtete Planen und Bauen sein, ausgerichtet an den Bedarfen der  Zukunft der Stadt Neuwied. An der Auswahl des neuen Geschäftsführers werden nicht nur die Bündnis Grünen den Wert von Aussagen der großen Koalition messen.

Für uns Grüne ist das Mitgestalten der Zukunft der Stadt Neuwied eine Pflichtaufgabe der GSG.

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